dju Baden-Württemberg aktuell

  • 08.11.2017

    Verlust kommunaler Meinungsvielfalt

    Ver.di kritisiert Schließung von Lokalredaktionen in Meßkirch, Pfullendorf und Markdorf als Verlust kommunaler Meinungsvielfalt
  • 02.11.2017

    Jetzt anmelden! Landesjournalistentag 2017

    Zwischen Hass und berechtigter Kritik - Leserkommentare in Sozialen Medien. Das ist der Titel des dju-Landesjournalistentags 2017, der am Samstag, 18. November 2017 in Stuttgart stattfindet. Noch bis 10. November läuft die Anmeldefrist.
  • 18.09.2017

    Qualität nur bei fairer Bezahlung

    Der Bundesverband der Zeitungsverleger tagt heuer in Stuttgart. Die dju in ver.di hat an die Zeitungsbesitzer Forderungen zum Qualitätsjournalismus: faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen.
  • 22.08.2017

    Flucht aus der Türkei

    Der derzeit in Nürtingen als Asylbewerber lebende Journalist Engin Eren schildert sein Schicksal und kämpft für Kollegen, die in der Türkei inhaftiert sind.

M-Online - die Fachzeitschrift der dju

Paten gesucht

Unterstützung von Journalisten und Redaktionen
für in der Türkei inhaftierte Journalisten

Aktuell zählt die Europäische Journalistenföderation (EJF) für die Türkei insgesamt 123 inhaftierte Journalistinnen und Journalisten – so viele wie in sonst keinem anderen Land in Europa (Stand: 23. Januar 2017 - europeanjournalists.org/journalists-in-jail-europe). Deshalb hatten am 14. Dezember 2016 mehrere Organisationen* zu einer Solidaritätskundgebung für inhaftierte Journalisten, Gewerkschafter und Oppositionspolitiker aufgerufen. Dort war die Regierung von Präsident Erdogan aufgefordert worden, die Inhaftierten freizulassen und die Schließung von Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendern und Internet-Medien aufzuheben.

 

In den vergangenen Wochen hat sich leider nichts in der Türkei zum Besseren verändert – die Pressefreiheit ist nach wie vor ausgehebelt, Journalisten sind nach wie vor in Haft. Deshalb rufen die deutsche journalistinnen und journalisten union (dju) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) Journalisten und Redaktionen in Baden-Württemberg dazu auf, Patenschaften für einzelne inhaftierte Journalisten zu übernehmen.

 

Patenschaften für Inhaftierte aus dem Ausland sind in verschiedener Hinsicht wichtig. Sie stärken die verhafteten Journalisten im Gefängnis, wenn diese über Briefe (in englischer oder türkischer Sprache) von der Solidarität im Ausland erfahren. Außerdem kann eine solche briefliche Kommunikation den Gefängnisleitungen signalisieren, dass die inhaftierte Person die Solidarität ausländischer Kollegen hat – was im Einzelfall bereits zu verbesserten Haftbedingungen geführt hat.

 

Zudem haben Paten die Möglichkeit, im Rahmen ihrer journalistischen Tätigkeit das Schicksal der gefangenen Kollegen zu schildern – und auch Briefe der Inhaftierten über die Haftbedingungen und die Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei zu veröffentlichen.

 

DJV und dju in Baden-Württemberg haben es übernommen, in Zusammenarbeit mit türkischen und kurdischen Gewerkschaften, entsprechende Patenschafts-Kontakte zu Inhaftierten herzustellen. Interessierte Paten können sich formlos per E-Mail an siegfried.heim@verdi.de melden.

---------

*Aufrufende Organisationen der Solidaritätskundgebung am 14.12.2016 in Stuttgart: dju Baden-Württemberg, DJV Baden-Württemberg, DGB Baden-Württemberg, Reporter ohne Grenzen, Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Baden-Württemberg (VS). Angeregt wurde die Kundgebung aus der Redaktion der in Deutschland erscheinenden kurdisch-türkischen Zeitschrift Politika.

Wer kann Mitglied werden?

Mitglied der Berufsgruppe dju in ver.di - der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union -  können alle werden, die in Wort, Bild, Ton oder Layout, Dokumentation oder Archiv hauptberuflich journalistisch arbeiten oder sich in einer journalistischen Ausbildung befinden, also

  • Redakteure und Volontärinnen bei Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblättern, in Nachrichtenagenturen, Online-Publikationen und Pressestellen,
  • hauptberuflich freie Journalisten, Fotografinnen, Publizistinnen und Karikaturisten,
  • Studierende der Fächer Journalistik, Publizistik, Kommunikationswissenschaften und Grafikdesign und alle, deren Studium auf einen journalistischen Beruf zielt.
  • Zur dju gehören u. a. auch Bildberichterstatter/innen, Pressezeichner/innen und Redaktions-Dokumentaristen und -Dokumentaristinnen.

Mitglieder anderer DGB-Gewerkschaften und anderer ver.di -Fachbereiche, die hauptberuflich journalistisch tätig sind, können Anschlussmitglieder der dju werden. Eine Zugehörigkeit zur dju schließt eine nachrichtendienstliche Tätigkeit aus.
Unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu (Sender-) Verbandgruppen können journalistisch tätige Mitglieder aus dem Rundfunk auch auf allen Ebenen der dju-Berufsgruppen mitarbeiten und Aufgaben und Mandate übernehmen.

Aufgaben und Ziele

In Übereinstimmung mit der Fachgruppe Medien in ver.di wirkt die dju für ihre Mitglieder mit:

  • bei der Förderung und Vertretung der beruflichen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und rechtlichen Interessen;
  • bei der Entwicklung der Medienpolitik;
  • bei der Gestaltung des Inhalts von Tarifverträgen, Honorarempfehlungen und gemeinsamen Vergütungsregeln
  • bei der Sicherung und Verwirklichung der im Grundgesetz verankerten Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit;
  • bei der Förderung der Aus- und Weiterbildung der Journalisten und Journalistinnen;
  • bei der Förderung der internationalen Zusammenarbeit der Journalisten und Journalistinnen.

dju

ver.di Kampagnen