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Enttäuschendes Angebot

Enttäuschendes Angebot

4.6.2019

1,9 % pro Jahr für 24 Monate – das kommt eine Nullrunde gleich. In der heutigen zweiten Tarifverhandlungsrunde für Honorare und Gehälter bot der SWR seinen Beschäftigten nix – gerade mal die Inflation soll ausgeglichen werden.

Und das bei immer mehr Arbeit, immer mehr Zeitdruck, immer mehr Komplexität. Das haben die Beschäftigten nicht verdient!
Wie’s gehen könnte, hat der Öffentliche Dienst vorgemacht: je 3,2% in 2019 und 2020, dazu 1,4 % für weitere neun Monate. Dazu kommen weitere strukturelle Verbesserungen, so dass die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sich über rund 8% mehr freuen können.
Davon will der SWR für seine Beschäftigten nichts wissen. Auf einmal. Denn bislang bestand die Geschäftsleitung immer darauf, dass der SWR den Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes als Maßstab nimmt. Diesmal soll also der Inflationsausgleich der Maßstab sein – de facto-Nullrunde.
Auch auf die weiteren Forderungen der Gewerkschaften will sich der SWR bislang nicht einlassen (wie zum Beispiel Bezahlung der disponierten Dienste am ersten Wochenende für Freie, Wegfall sachgrundloser Befristungen, kein Wegfall des tariflichen Urlaubs bei langer Krankheit).