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Protest in der Mittagspause

Protest in der Mittagspause

16.03.2022

Über 100 Beschäftigte des Stuttgarter Pressehauses protestierten gegen Stellenabbau und Tarifflucht im SWMH-Konzern. Bei der „aktiven Mittagspause“ richtete sich der Protest richtet sich gegen die „Medienhaus-Strategie 2.0“ des Konzerns (u.a. Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten).

Nachdem in einem ersten Schritt bereits über 100 Arbeitsplätze abgebaut wurden, sollen nun weitere 55 Vollzeit-Stellen folgen, was bis zu 80 Beschäftigte betreffen kann. Außerdem verlagert der Konzern Dutzende Mitarbeiter in eine tariflose Tochterfirma und reduziert die lokale Berichterstattung in der gesamten Region. Zusammen mit Politik und kritischer Öffentlichkeit kritisiert ver.di dies als Angriff auf die journalistische Qualität und faire Arbeitsbedingungen. Bei der Protestkundgebung sicherte der DGB-Landesvorsitzende Kai Burmeister den Beschäftigten die solidarische Unterstützung der DGB-Gewerkschaften zu. Er betonte, dass der Arbeitsplatzabbau und die Tarifflucht die Berichterstattung bedrohe - in einer Zeit in der Qualitätsjournalismus mehr denn je gebraucht werde.

Der Betriebsratsvorsitzende der Redaktion von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, Michael Trauthig, betonte, dass die Aktionen des Managements durch nichts mehr zu erklären seien und im Endeffekt ein Kaputtsparen journalistischer Kompetenz bedeuten würden.

Video-Bericht der Protestkundgebung