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Keine Bewegung am Verhandlungstisch

Keine Bewegung am Verhandlungstisch

Mit einer Aktion vor dem Verhandlungslokal protestierten SWR-Beschäftigte gegen das Mini-Angebot der Arbeitgeber ver.di Aktion der SWR-Beschäftigten vor dem Verhandlungslokal

20.6.2019

Ohne Bewegung am Verhandlungstisch endete am Dienstag die dritte Entgelt-Verhandlungsrunde beim SWR. Zu Beginn der Verhandlungen machten Beschäftigte des Senders vor dem Verhandlungslokal deutlich, dass sie sich nicht billig abspeisen lassen wollen.

Während die Gewerkschaften weiterhin die Erwartung haben, dass sich das Tarifergebnis am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes der Länder orientiert - also auf die ersten 24 Monate gerechnet über 6 Prozent erreicht - beharrte die Arbeitgeberseite auf ihrem zwei Wochen zuvor vorgelegten Angebot von zweimal 1,9 Prozent.

Auch in den anderen Sendern der ARD sind die Arbeitgeber nicht bereit, sich wie bisher am Tarifabschluss der Länder zu orientieren und begründen dies mit den derzeitigen politischen Unsicherheiten bei der Rundfunkfinanzierung. ver.di hat hier die Ministerpräsidenten deutlich kritisiert, da diese in einer Zeit in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk von Rechts angegriffen wird, nicht bereit sind, eine angemessene Finanzierung über den Rundfunkbeitrag klar sicherzustellen und dabei auch angemessene Gehalts- und Honorarsteigerungen zu ermöglichen.

In dieser Situation hatten fast 400 Beschäftigte des NDR am gestrigen Mittwoch mit einem ersten Warnstreik reagiert, der auch zu einer Einschränkung der gesendeten Programm geführt hatte.

Die Tarifverhandlungen im SWR werden am 3. Juli fortgesetzt.