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Kein Angebot beim SWR

Kein Angebot beim SWR

28.5.2019

Gute Arbeit gibt's nicht zum Nulltarif. Das ist das Motto der Gewerkschaften nach dem gestrigen Verhandlungsauftakt in der SWR-Tarifrunde. Dort gab es kein Angebot an die Beschäftigten zur Gehalts- und Honorarsteigerung – ein Affront!

Die Politik mache Druck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die Finanzierung sei ungewiss – da sei es noch nicht mal drin, den Abschluss des Öffentlichen Dienstes zu übernehmen, führte die Arbeitgeberseite aus. Im öffentlichen Dienst der Länder, der sonst für seine moderaten Tariferhöhungen bekannt ist, gibt es diesmal insgesamt ca. 8% in 33 Monaten. Die bisherigen Tarifabschlüsse in 2019 in der Wirtschaft bewegen sich um 3% plus pro Jahr. Bislang bestand der SWR immer darauf, dass der öffentliche Dienst Maßstab ist. Kaum gibt es da mal einen angemessenen Tarifabschluss, kneift der SWR.


Ver.di, DJV und DOV fordern:
Erhöhung der Entgelte um 6%. Inflation, Produktivitätsfortschritt, und Arbeitsverdichtung rechtfertigen das. Zudem sind Steigerungen in den letzten Jahren nicht eben üppig ausgefallen.
Für die Freien muss zudem die Honorarfortzahlung im Krankheitsfall auch am ersten disponierten Wochenende gesichert werden.
Wir erwarten ein anständiges Angebot des SWR! Eins, das der Leistung der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird. Am 4.6.2019 findet die zweite Runde der Tarifverhandlungen statt - der SWR muss liefern.