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Warnstreiks in der Druckindustrie

Warnstreiks in der Druckindustrie

10.06.2016

Beschäftigte in Stuttgart, Heilbronn, Ulm, Weingarten, Freiburg und Heidelberg beteiligten sich an der derzeit laufenden bundesweiten Warnstreikwelle in der Druckindustrie.

Siegfried Heim, Leiter des ver.di-Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in Baden-Württemberg: „Die Arbeitnehmer in Druckereien erwarten Lohnerhöhungen, wie sie auch in anderen Industriebereichen vereinbart wurden.“

Die jetzige Warnstreikwelle ist bereits die zweite Runde von Arbeitsniederlegungen in dem seit April laufenden Tarifkonflikt. In bislang drei Verhandlungsrunden hatte der Arbeitgeberverband Druck und Medien gerade einmal 1,2 Prozent Lohnerhöhung für eineinhalb Jahre angeboten; ver.di hatte dagegen die eigene Forderung zuletzt auf 4,5 Prozent für zwei Jahre um mehr als die Hälfte abgesenkt.

„Die Streikenden wollen Anschluss an die allgemeine Tarifentwicklung herstellen und ärgern sich insbesondere über die Unbeweglichkeit der Arbeitgeber am Verhandlungstisch“, sagt Heim zur Erwartungshaltung der Druckindustrie-Beschäftigten. Deshalb beteiligten sich einige der streikenden Beschäftigungen in der laufenden Warnstreikwelle auch mit mehrmaligen Arbeitsniederlegungen von bis zu 48 Stunden Dauer an den betrieblichen Protestaktionen.

Die vierte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Druckindustrie findet am 13. Juni in Düsseldorf statt.